Während der Entwicklung eines Autotyps wird viel Ingenieurwissen aufgewendet, um ein konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt zu bringen. Eines der schwierigeren Kapitel in diesem Prozess ist die Namensgebung. Wie bei der Taufe eines Kindes soll die Bezeichnung etwas mitteilen: Dynamik, Komfort, Anspruch. Doch was auch immer sich die Hersteller einfallen lassen – manchmal nehmen die Kunden das selbst in die Hand und geben den Autos eigene Namen.
So eindeutig die Karosserie des Erfolgsschlagers aus Wolfsburg auch aussah: Niemand bei Volkswagen wollte das weltweit am meisten verkaufte Auto „Käfer“ nennen. Doch bald beugte sich der Konzern seinen Kunden und übernahm selbst in der Werbung die Anregung. „Der Käfer läuft und läuft und läuft“ hieß es da, nicht etwa „Der 1200er …“
Manche Spitznamen von Autos sind legfendär und in die Geschichte eingegangen. Auch heute noch glänzen die Augen, wenn von den Silberpfeilen der fünfziger Jahre die Rede ist – eine Tatsache, an die die Formel-1-Boliden von Mercedes vergeblich anzuknüpfen versuchten.
Was Mercedes nicht schaffte, scheint Citroën zu gelingen: Als in den fünfziger Jahren der Citroën DS auf den Markt kam, erhielt er sofort seinen Spitznamen: la deesse“ („DS) – die Göttin, wie es auf Französisch heißt. Die aktuellen DS erinnern in Form und Individualität an die große Vorgängerin.

Individuelle Spitznamen bei Autos

Gerade das erste eigene Auto bedeutet für seinen Besitzer oft eine besondere Beziehung, weswegen er ihm einen Namen gibt; sogar richtiggehende Taufpartys werden veranstaltet, um „Schnuckelchen“, „Schluckspecht“, „Donnerkeil“ oder wie sie alle heißen mögen, auf die Straße zu entlassen. Und eines ist sicher: Was man mit Namen nennt, das hütet man auch.

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